Methodik
Wie der Umfrage-Durchschnitt auf dieser Seite entsteht
Was ist die Sonntagsfrage?
Die Sonntagsfrage ist die bekannteste Frage der Wahlforschung: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre?" Meinungsforschungsinstitute stellen sie regelmäßig einer repräsentativen Stichprobe von Wahlberechtigten. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme der politischen Stimmung – keine Prognose des tatsächlichen Wahlausgangs.
Der 14-Tage-Durchschnitt
Einzelne Umfragen schwanken – je nach Institut, Methode und Zufall der Stichprobe. Statt eine einzelne Umfrage herauszugreifen, bilden wir den Durchschnitt aller Institute der letzten 14 Tage. Das glättet methodische Unterschiede und Ausreißer und ergibt ein stabileres, aussagekräftigeres Bild der Stimmung.
Konkret rechnen wir so:
- Berücksichtigt werden alle Umfragen, deren Veröffentlichung höchstens 14 Tage zurückliegt.
- Pro Institut zählt nur die neueste Umfrage im Fenster. So wird kein Institut, das in kurzer Zeit mehrfach veröffentlicht, doppelt gewichtet.
- Über die so ausgewählten Umfragen bilden wir je Partei das arithmetische Mittel (ungewichtet – jedes Institut zählt gleich).
- Die Werte werden auf eine Nachkommastelle (0,1 %) gerundet.
Liegt ausnahmsweise keine Umfrage in den letzten 14 Tagen vor, verankern wir das Fenster an der jeweils neuesten verfügbaren Umfrage, damit immer aktuelle Werte angezeigt werden.
Der Trendverlauf
Für die Trendcharts berechnen wir diesen 14-Tage-Durchschnitt für jeden Tag rückwirkend. So entsteht eine gleitende Kurve, die zeigt, wie sich die Stimmung über Wochen und Monate entwickelt. Die einzelnen Punkte im Chart sind die jeweiligen Einzelumfragen – die Linie ist der geglättete Durchschnitt.
Grenzen der Aussagekraft
Auch ein Durchschnitt bleibt eine Schätzung. Jede Umfrage hat eine statistische Fehlertoleranz von meist rund zwei bis drei Prozentpunkten. Unterschiede in dieser Größenordnung zwischen zwei Parteien sind daher nicht zwingend bedeutsam. Außerdem unterscheiden sich Institute in ihren Methoden (Telefon, Online, Gewichtung), was zu systematischen Abweichungen führen kann. Wahlumfragen messen die Stimmung heute – wie Menschen am Wahltag tatsächlich abstimmen, kann davon abweichen.
Datenquelle
Alle Umfragedaten stammen von dawum.de, einer offenen Datenbank für Wahlumfragen, die unter der Lizenz ODbL (Open Database License) steht. dawum.de sammelt die veröffentlichten Umfragen der Institute; wir bereiten sie auf, bilden den Durchschnitt und visualisieren sie. Mehr über uns erfährst du auf der Seite Über uns.