Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um Wahlumfragen, kurz erklärt
- Sonntagsfrage
- Die Frage „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre?“ Sie misst die aktuelle politische Stimmung, ist aber keine Prognose des Wahlergebnisses.
- Institut
- Ein Meinungsforschungsinstitut (z. B. Forsa, INSA, Infratest dimap, Forschungsgruppe Wahlen), das Umfragen durchführt und veröffentlicht. Institute unterscheiden sich in Methode und Gewichtung.
- Rollierender Durchschnitt
- Ein gleitender Mittelwert, der für jeden Tag aus den Umfragen eines zurückliegenden Zeitfensters (hier: 14 Tage) neu berechnet wird. Er glättet Schwankungen einzelner Umfragen.
- Fehlertoleranz
- Die statistische Unschärfe einer Umfrage aufgrund der begrenzten Stichprobe – meist rund zwei bis drei Prozentpunkte. Unterschiede innerhalb dieser Spanne sind nicht zwingend bedeutsam.
- Gewichtung
- Statistische Korrektur, mit der Institute ihre Stichprobe an die tatsächliche Bevölkerung (Alter, Geschlecht, Region, frühere Wahlentscheidung) anpassen. Unterschiedliche Gewichtungsmodelle erklären viele Abweichungen zwischen Instituten.
- Sperrklausel (Fünf-Prozent-Hürde)
- Mindestanteil an Stimmen, den eine Partei erreichen muss, um ins Parlament einzuziehen – in Deutschland meist 5 %. Parteien knapp an dieser Grenze sind in Umfragen besonders zu beachten.
- Stichprobe
- Die befragte Personengruppe, die stellvertretend für alle Wahlberechtigten steht. Je größer und repräsentativer die Stichprobe, desto belastbarer das Ergebnis.
- Repräsentativität
- Eigenschaft einer Stichprobe, in ihrer Zusammensetzung der Gesamtbevölkerung zu entsprechen, sodass Rückschlüsse auf alle Wahlberechtigten möglich sind.
Wie wir aus diesen Umfragen den Durchschnitt berechnen, steht auf der Seite Methodik.